Das Leuchten einer Sommernacht

 

Gesundheit schätzt man erst, wenn man sie verloren hat.

 


Auf einen Blick

Autor: Ella Simon
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 17. Juli 2017
Seitenanzahl: 400 Seiten
Preis: 9,99 €
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Inhalt

Lynne lässt Träume wahr werden:
Ihre Organisation erfüllt die Herzenswünsche schwerkranker Kinder.
Ausgerechnet ein Wunsch entpuppt sich aber für sie selbst als Albtraum, denn plötzlich steht ihre Jugendliebe vor ihr: Reed Rivers war ein rebellischer Teenager, heute ist er ein umschwärmter Rugbystar, ein walisischer Nationalheld.
Und er scheint den Tag nicht vergessen zu haben, an dem Lynne ihn sitzen ließ.
Zum ersten Mal wünscht Lynne sich selbst etwas – nämlich, dass Reed wieder aus ihrem ruhigen Leben verschwindet.
Doch da ist auch die Erinnerung an leuchtende Sommernächte und das Gefühl, dass sie sich lange genug gegen die große Liebe gewehrt hat …

 

Meine Gedanken

Gerade habe ich dieses wunderschöne Buch beendet und kann jetzt schon sagen, dass es ein Jahres-Highlight für mich ist, trotz einem kleinen Kritikpunkt.

Das Cover ist mir sofort, beim Kauf im Thalia, ins Auge gesprungen, weil ich es so wunderschön finde.

Zu den Protagonisten.
Aus Lynne wurde ich irgendwie nicht schlau. Nachdem was sie mit ihren gerade mal 16 Jahren erlebt hatte war für mich sehr gut nachvollziehbar warum sie so ist wie jetzt 12 Jahre später so ist. Dennoch hat sie sich in meinen Augen widersprüchlich verhalten. Das hat auch dazu geführt, dass ich sie irgendwie als Protagonistin nicht so sehr mochte. Nicht, dass ich sie gar nicht leiden konnte doch kam ich irgendwie nicht ganz so mit ihr zusammen.

Reed hingegen, der in seiner Kindheit und Jugend sehr stark unter ADHS zu leiden hatte, habe ich vom ersten Moment in mein Herz geschlossen. Denn das was er in der Kindheit durchmachen musste, müssen leider viel zu viele Menschen durchmachen ohne dass es wirklich von anderen Menschen wahr und ernst genommen wird. Verbale Misshandlungen und das Gefühl nicht geliebt zu werden können die Seele und die Psyche eines Menschen am meisten zerstören. Vor allem wenn es sich um die Menschen handeln die man liebt und die einen eigentlich lieben sollten. Um das zu Wissen muss man kein Psychologe oder Arzt sein. Das zu lesen was Reed durchmachen musste ging einfach ans Herz, berührt einen und zu gleich macht es einen auch richtig wütend. Ich mochte Reed einfach so so gerne. Denn wie er sich entwickelt hatte und zu welchem Menschen er geworden ist war super schön mit an zu „lesen“. Von Ihm könnte man sich einiges Abschauen.

Jen, die Mutter der kranken Winnie, deren Geschichte ebenfalls erzählt wird mochte ich sehr gerne. Bei Ihr wird so oberflächlich angeschnitten wie es sich anfühlt und durch welche Hölle ein Mensch geht, wenn das eigene Kind so schwer krank ist. An manchen Stellen kam sie mir jedoch irgendwie zu übermenschlich vor und doch irgendwie blind für die Welt. Verrückt nicht wahr?

Winnie die an Mukoviszidose erkrankt ist war für mich ganz klar die Heldin in diesem Buch. Vor allem ich, und ich denk für jeden der das Buch gelesen hat und lesen wird, wird sie lieben. Die Neunjährige ist trotz ihrer Krankheit ein wahrer Sonnenschein.

Diese Geschichte ist in der erzählenden Perspektive geschrieben also nicht in der ICH-Form.
Dieses Buch beschreibt in den einzelnen Kapiteln abwechselnd die Sichtweisen von Lynne, Reed und Jen. Das, war vom Klappentext her nicht herauslesbar und daher anfangs auch etwas verwirrend.
Während des Lesens dachte ich auch, dass die eigentliche Geschichte die sich ja um Lynne und Reed dreht untergehen würde.

Es hat zwar gepasst doch da kommen wir zu meinem kleinen Kritikpunkt.
Hätten Lynne/Reed und Jen/Oliver („Vater“ von Winnie) /Winnie jeweils ihr eigenes Buch bekommen wäre das irgendwie nicht so zusammengewürfelt rübergekommen und man hätte viel mehr rausholen und ins Detail gehen können. Das fand ich etwas schade den vor allem von Winnie und auch Oliver ihre Gedanken lesen zu können wäre echt schön gewesen, denn von den lest man die Sichtweise leider nicht.

Trotzdem waren die Zusammenhänge, so wie der Rest, gut durchdacht und die Kulisse von Wales wunderschön beschrieben.

Ebenfalls wurden die doch sehr schwer Themen von Krankheiten, Tod und Verlust mit einem kleinen Teil von Humor etwas aufgelockert.

Diese Geschichte geht einfach ans Herz und berührt eine.

Dieses Buch hat mir wieder ganz deutlich gemacht wie glücklich und froh diejenigen sich schätzen können die wirklich gesund sind.

Da es ein Jahreshighlight für mich war diese tolle Geschichte zu lesen steht es außer Frage, dass dieses Buch mindestens ♥♥♥♥♥ bekommt.

Das Leuchten einer Sommernacht

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