Among the Stars – Liebe wie im Film

 

Nur wenige Helden würden sich wohl um ein Mädchen reißen, das derart gezeichnet war.

 

 

 Auf einen Blick

Autor: Samantha Joyce
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 19. Juni 2017
Seitenanzahl: 352
Preis: 9,99 €
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Inhalt

Elise Jameson hat die weltberühmte Bestsellerserie „Viking Moon“ geschrieben – aber keiner weiß es.
Denn nach einem schrecklichen Unfall ist Elise taub, unglaublich schüchtern und bleibt lieber inkognito.
Doch dann werden ihre Bücher mit Hollywoodstar Gavin Hartley verfilmt, und man besteht auf die Anwesenheit der Autorin am Set.
Kurzerhand beauftragt Elise die wunderschöne Unbekannte Veronica Wilde damit, ihren Platz einzunehmen, während sie selbst sich als Assistentin ausgibt.
Als sie neue Freunde findet und Gavin näherkommt, fällt es ihr jedoch zunehmend schwer, sich hinter ihren Lügen zu verstecken.
Ist es Zeit, der Welt zu zeigen, wer sie wirklich ist?

 

Meine Gedanken

Das Buch Among the Stars war so ganz anders als ich erwartet habe, denn unter einer Geschichte um eine taubes Mädchen habe ich mir etwas anders vorgestellt. Das Buch hat mir trotz kleiner Kritikpunkte sehr gut gefallen.

Elise ist anders. Nicht nur durch ihre Gehörlosigkeit, sondern auch durch ihr Aussehen unterschied sie sich von den üblichen weiblichen Hauptprotagonistinnen von denen ich sonst so lese. Das brachte ihr schon mal einen großen Pluspunkt ein. Ich konnte mich gut mit ihr identifizieren, weshalb ich sie sehr gerne mochte. Aus neutrauler Sicht wäre ihr Handeln unverständlich. Denn wie kann man so einen Erfolg nicht hautnah miterleben wollen? Sich in ihre Gedanken hinzuversetzten war sehr spannend. Je mehr man davon liest desto mehr versteht man warum sie so gehandelt hat wie sie es getan hat. Der Unfall und die darauffolgende Entwicklung, war auch sehr nach vollziehbar. Im Verlauf des Buches verändert Sie sich jedoch. Die Szenen dieser Veränderungen, gefielen mir persönlich leider sogar nicht, weil es für mich nicht ganz so zur Geschichte passte. Das Endergebnis war jedoch toll.

(Anmerkung nebenbei, obwohl ich selbst für Wikinger nichts übrighabe. Die „Vinking Moon“ Reihe würde ich schon lesen sollte es jemals eine Geschichte dazu geben. Der Hype um das Buch macht einen selbst sehr neugierig.)

Gavin war zwar der Filmstar, und wie sollte es auch anders sein, der super tolle heiße gutaussehende Typ dem die Mädels zu Füßen liegen. Jedoch war er bodenständig und seinen Background war sehr traurig aber auch wunderschön. Das er alles dafür getan hat um Schauspieler zu werden, wenn auch vielleicht nicht ganz auf dem moralisch korrekten Weg, war sehr begreifbar.

Am besten hat mir von den Nebencharakter Clint gefallen. Ein Freund von Elise. Er ist ein Cowboy und doch wieder nicht. Mit seinem Humor und seiner liebenswürdigen Art konnte man ihn einfach nur lieben.  Die Geschehnisse um Clint gaben dem Buch eine Wendung mit der man einfach nicht rechnet. Diese Wendung und die drauffolgenden Konsequenezn waren für mich das Highlight in dem Buch

Auch El‘s Mitbewohnerin Regina „Reggie“, passte zu dieser Geschichte. Anfangs befürchtete ich zwar, dass sie Elise gefährlich werden könnte. Gott sei Dank war dem nicht so. Sie erwies sich als echte Freundin. Sie konnte Elise auf eine Weise verstehen wie es anderen nicht konnten.

Veronica war für mich die unsympathischste Figur. Wegen ihrer Art hätte ich das Buch oftmals an die Wand klatschen können. Bei ihr blieben leider viel zu viel Fragen offen. Daher hoff ich, dass diese durch einen weiteren Band von der Autorin in der es um Veronica geht dann auch beantwortet werden.

Das schlichte Cover gefällt mir sehr gut. Dieser Glitzereffekt find ich einfach spitze und verleiht dem Buch etwas Romantisches.

Die Geschichte wird aus Elise‘s Sicht in der Ich – Perspektive erzählt. Es lässt flüssig lesen. Man kommt sehr schnell voran, weil es sehr kurzweilig ist und ständig irgendwelche Ereignisse passieren.

Einen weiteren kleinen Kritikpunkt gibt es leider für mich doch anzumerken. Die Geschichte wurde einfach sehr oberflächlich beschrieben. Ich weiß, dass man ein Buch nicht endlos lange schreiben und gestalten kann, in dem man alles detailliert beschreibt. Obwohl es traurige Stellen wie wunderschöne Stellen gibt, fehlt es dem Schreibstil für mich persönlich irgendwie an der Wärme.

Nichtsdestotrotz hat mir dieses Jugendbuch insofern gut gefallen, weil die Autorin auf ein Thema anspricht das mich selbst und wahrscheinlich auch viele andere auf dieser Welt betrifft.  Das „Anders sein“. Gerade im Jugendalter oder auch etwas später stellt man sich die Frage Wer bin ich? Was will ich? Viele äußere Einflüsse schränken uns ein wir selbst zu sein. So passiert es, dass man sich versteckt oder sich verstellt aus Angst nichts akzeptiert zu werden. Die Veränderung die Elise auf ihrem Weg erlebt habe ich sehr bewundert.

Das Buch lehrt einen auf eine kleine Weise, wieder an sich selbst zu glauben. Keine Angst zu haben man selbst zu sein.

Für Jugendliche würde ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Denn für den ein oder andern kann es sicher sehr hilfreich sein. Natürlich kann es aber auch jede andere Altersgruppe lesen wie ich finde.

-Wir bekommen nicht allzu viele Chancen, unseren Leben zu leben. Sorg dafür, dass das Leben, das du führst dein eigenes ist. –

Mit diesem Zitat aus dem Buch möchte ich enden und vergebe dem Buch ♥♥♥♥.

Among the Stars – Liebe wie im Film

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